Ökobilanz des Unternehmens

Eine Messlatte für das Umweltmanagement

Mit der Unternehmens-Ökobilanz wird

  • die ökologische Relevanzanalyse unterstützt
  • die Umwelteffizienz beurteilt und gezielt verbessert

E2 hat zwanzig Jahre Erfahrung im Aufbau und der systematischen Nutzung der Unternehmensökobilanz, für Controlling, Zielentwicklung, und als Basis von Kommunikation.

Viele Kunden schätzen die Möglichkeiten der Unternehmens-Ökobilanz, seien es KMU (wie die Ernst Schweizer AG Metallbau) oder Grossunternehmen. So zeigte die Unternehmensökobilanz der McDonald's (Schweiz) die zentrale ökologische Bedeutung des Stromverbrauchs:

Unternehmens-Ökobilanz McDonald's (Schweiz), 2000 - 2011, in Umweltbelastungspunkten:

Ökobilanz McDonald's (CH)

(Quelle: McDonald's (Schweiz), CR-Report 2012)

Aufgrund der Ökobilanz konnte McDonald's sein Umweltmanagement gezielt ausrichten: Das Energiemanagement erhielt Priorität (wohl stieg der Energieverbrauch, aber weniger stark als der Absatz), und das Recycling der Transportverpackungen wurde schrittweise ausgebaut. Und seit dem Jahr 2010 kauft das Unternehmen Strom aus Wasserkraft.

Mit der Unternehmens-Ökobilanz kann das Unternehmen

  • die relevanten Umweltaspekte der eigenen Tätigkeiten erkennen
  • entsprechende Prioritäten setzen
  • Kosten-Nutzen-Verhältnisse beurteilen und optimale umweltbezogene Ziele definieren
  • die richtigen umweltbezogenen Kennzahlen definieren und im Umweltcontrolling beobachten
  • die eigene Umweltleistung glaubwürdig kommunizieren.

Bild: Ökobilanz für Unternehmen und für Produkte - Ansätze, Struktur, Normen

Ökobilanz für Unternehmen und für Produkte: Ansätze, Struktur, Normen

Schrittweise zur Unternehmens-Ökobilanz

Eine Unternehmens-Ökobilanz zu erstellen umfasst folgende Schritte:

  • Zunächst definiert das Unternehmen, welche eigenen Prozesse zu betrachten sind ("Kernbilanz"). Für diese Kernbilanz weist das Unternehmen die Umwelteinwirkungen aus (Energie- und Wasserverbrauch, direkte Emissionen, Abfälle, etc.)
  • Weiter definiert das Unternehmen, ob ausserhalb des Unternehmens liegende Prozesse mit betrachtet werden sollen (die sog. "Komplementärbilanz"). Dies kann z.B. Vorstufen und/oder Prozesse bei Kunden etc. umfassen. Auch hierzu sind passende Daten auszuweisen (z.B. zur Anwendung der eigenen Produkte durch die Kunden).
  • Zentrale Hilfsprozesse zu all' diesen Umweltwirkungen werden (von E2 oder vom Unternehmen) aus Datenbanken beschafft (z.B. die Umweltwirkungen aus der Strombereitstellung und aus der Abfallentsorgung).
  • Alle Umweltwirkungen werden sodann beurteilt ('gewichtet') und ausgewertet.

Die Umwelteffizienz kann auf einzelne Umweltaspekte bezogen werden - wie z.B. heute oft auf CO2e/Klimawandel (Treibhausgas-Bilanz). Besser, weil umfassender, und im Management einfacher und vielfältiger nutzbar, ist eine Beurteilung möglichst aller Umweltaspekte. In der Schweiz steht die Beurteilung mittels "UBP" (Umweltbelastungspunkte; heute: UBP'13) im Vordergrund. (Ein Unternehmen in der EU kann die ReCiPe-Methode verwenden, oder die 2015 publizierten UBP für Deutschland.)

Neue Entwicklungen im Rahmen der ISO ('organisational LCA', O-LCA, mit ersten Pilotprojekten) und der EU ('organisational environmental footprint OEF') streben erstmals die Normierung von Unternehmens-Ökobilanzierung an: Der EU-OEF steht, wie die bisherigen Ökobilanzen, noch im Schatten des parallel laufenden EU-Produkt-Footprints, einer detaillierteren Ausarbeitung der Produkt-Ökobilanzierung. Die ISO-O-LCA strebt eine Totalbilanzierung aller Produkte an, welche ein Unternehmen bearbeitet - die aus Sicht eines Unternehmens weitreichendste Ökobilanzierung. Die neue ISO-Norm 14072 kann in einer Unternehmung dann mit gutem Kosten-Nutzen-Verhältnis angewendet werden, wenn sie (a) nur wenige Produkte bearbeitet, und (b) bereits mit der Ökobilanzierung vertraut ist. Beide Projekte sind im Pilot- resp. Entwicklungsstadium und wir hoffen, dass die Ansätze genügend praxisgerecht sein werden.

In der heutigen Praxis wird die Unternehmens-Ökobilanz meist schrittweise aufgebaut: Anhand bestehender Daten wird eine erste Ökobilanz-Auswertung erstellt, wobei fehlende Daten abgeschätzt werden. Darauf gestützt können schrittweise weitere Daten einbezogen werden, sofern diese relevant sind.

DF54_Company Experience_Braunschweig.pdf

Methodische Kommentare

Unser Ansatz basiert auf der Methode aus dem Buch von Arthur Braunschweig & Ruedi Müller-Wenk: Ökobilanz für Unternehmen, Haupt, Bern, 1993.

Während vieler Jahre boten die ISO-Normen nur indirekt eine Grundlage für Unternehmensökobilanzen, indem ISO 14040 auch "gate-to-gate" interpretiert werden konnte. Die Unternehmensökobilanz baut denn auch auf den gleichen Elementen auf:

  • Zielsetzung und Systemabgrenzung (Kernbilanz / Komplementärbilanz)
  • Inventar der Umwelteinwirkungen (Prozessdaten sowie Hintergrunddaten z.B. aus der Datenbank Ecoinvent)
  • Wirkungsabschätzung (teils nach Wirkungskategorien, i.d.Regel mit Gewichtung, z.B. Umweltbelastungspunkte)
  • Interpretation

KMU und Grossunternehmen wenden gleichermassen erfolgreich diesen Ansatz von E2 mit Kern- und Komplementärbilanz an. Der Ansatz ist schrittweise entwickelbar, und bringt von Anbeginn mit überschaubarem Aufwand praktisch anwendbare Resultate und eine gute Controllinggrundlage.

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Die Ernst Schweizer AG ist in ihrer Strategie und ihrem Management auf alle Dimensionen von nachhaltiger Unternehmensführung ausgerichtet.

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Umweltmanagement, Unternehmens-Ökobilanz, Umwelt- und Nachhaltigkeits-Reporting.


Schweiz. Bundesverwaltung / RUMBA

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RUMBA, das Programm 'Ressourcen- und Umweltmanagement der Bundesverwaltung', wurde von einer Arbeitsgruppe des Bundes mit Unterstützung der E2 aufgebaut und in über 40 Bundesämtern eingeführt.

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